Was gibt es Neues bei EOS Deutschland?

Welche gesellschaftliche Verantwortung tragen Unternehmen heute? Drei EOS Mitarbeitende haben sich mit dieser Frage auseinandergesetzt. Das Ergebnis ist die finlit foundation, ein gemeinnütziges Unternehmen, das sich engagiert, bevor Überschuldung entsteht.

  • Jeder zehnte Bundesbürger und Bundesbürgerin ist überschuldet, in anderen EU-Ländern wie Finnland und Polen sieht es ähnlich aus. Ein häufiger Grund ist schlechte Finanzbildung.
  • Die finlit foundation setzt sich als gemeinnütziges Unternehmen für mehr Finanzkompetenz ein. Die erste Initiative richtet sich an Schüler der dritten bis sechsten Klasse.
  • EOS nutzt sein Inkasso-Knowhow, um privater Überschuldung vorzubeugen.

„Die soziale Verantwortung eines Unternehmens ist es, seinen Gewinn zu maximieren“: Für diese Aussage müsste der Wirtschaftsnobelpreisträger Milton Friedman heute mit starkem Gegenwind rechnen. Die Welt ist komplexer geworden, Unternehmen schulden nicht nur ihren Shareholdern Rechenschaft. Sie geben Corporate-Social-Responsibility-Berichte heraus, benennen CSR-Vorstände und würden statt Milton Friedman eher Michael Otto zitieren: „Wenn man die Möglichkeit hat, die Welt besser zu machen, dann hat man auch die Verantwortung, es zu tun“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende des EOS Mutterkonzerns, der Otto Group.

„Jeder zehnte Erwachsene in Deutschland ist verschuldet. Wer, wenn nicht wir bei EOS, hat das Knowhow, dagegen etwas zu unternehmen?“, sagt Jana Titov. Zusammen mit zwei Kollegen hat sie unter dem Dach von EOS ein gemeinnütziges Unternehmen gegründet, das sich nicht mit der Verwertung von offenen Forderungen beschäftigt: Die finlit foundation will verhindern, dass Menschen überhaupt in die Schuldenfalle laufen.

Den richtigen Umgang mit Geld lernen – je früher desto besser.
Inhalt der ersten Initiative: Kindern das Finanzwissen vermitteln, das sie in der Schule nicht bekommen. Denn Geometrie, Kurvendiskussion und Integralrechnung sind zwar wichtige Bildungsbausteine – bereiten Jugendliche aber nur wenig auf den richtigen Umgang mit Geld vor. Die Folge: Auch viele junge Menschen landen bereits in der Schuldenfalle. Als Grund geben viele schlechte Haushaltsführung an.

„Die Zahlen sind wirklich niederschmetternd. Knapp die Hälfte der Befragten gab in einer europaweiten Befragung an, dass das Thema Finanzbildung in der Schule so gut wie nicht stattgefunden hat“, sagt Jana. In Anbetracht sinkender Renten und einer steigenden Lebenserwartung müssen sich jedoch gerade die Jüngsten der Gesellschaft auf lange Sicht mehr Gedanken über ihre finanzielle Absicherung machen.

„Wir kommen aus der Schuldenwelt und wissen natürlich, was passiert, wenn Menschen ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können“, sagt Jana. „Uns war schnell klar, dass wir wesentlich früher ansetzen müssen, wenn wir es wirklich ernst meinen mit unserem Purpose einer schuldenfreien Welt.“

Die Idee zu finlit entwickelte Jana mit ihren Kollegen Jannik Steinhaus und Sebastian Richter. Anlass: ein internationaler Ideenwettbewerb von EOS. Den gewann das Trio zwar nicht, glaubte aber weiterhin an die Idee. CEO Klaus Engberding war so angetan von diesem Einsatz, dass die drei ein Fünftel ihrer Arbeitszeit in die Entwicklung eines Businessplans stecken durften. Es folgte ein Pitch bei Aufsichtsratschef Dr. Michael Otto. Selbst als Stifter aktiv, war auch er schnell überzeugt. Das Team konnte fortan die Hälfte seiner Arbeitszeit in die finlit foundation investieren.

Von der Idee zum Bildungsprogramm.
Im ersten Schritt entwickelte das Team gemeinsam mit erfahrenen Pädagogen ein Programm für Kinder und Jugendliche der dritten bis sechsten Klasse. In ersten Probeläufen fragte das Team den Wissensstand der Kinder ab und testete verschiedene Lehrmethoden. Es entstanden Lehrmaterialien wie Lernkarten, ein Finanztagebuch und ein onlinebasiertes Lernportal. Das Feedback von Lehrerinnen, Lehrern, Schülerinnen und Schülern geht in die Weiterentwicklung ein.

Derzeit läuft die Pilotphase, in der die Materialien in Pilotschulen nochmals intensiv getestet werden. Im September dieses Jahres soll dann der Rollout starten – zunächst in Deutschland, das Projekt soll aber auch international funktionieren. Jana Titov und ihre zwei Kollegen können sich inzwischen voll darauf konzentrieren: Sie arbeiten ab jetzt zu einhundert Prozent für ihr gemeinnütziges Unternehmen, die finlit foundation.

EduFin stärkt das Selbstvertrauen von Waisenkindern in Rumänien.
Auch in Rumänien geben EOS Mitarbeitende ihr Knowhow aus der Schuldenwelt gemeinnützig weiter. Knapp 20 Mitglieder zählt die Freiwilligengruppe, die sich unter den Kolleginnen und Kollegen von EOS in Rumänien formiert hat. Gemeinsam haben sie das Programm EduFin ins Leben gerufen, um Kindern eines Waisenhauses bei alltäglichen Aufgaben zu unterstützen. Das kann der richtige Umgang mit Geld sein, oder auch die Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch. Marina Tuca, Call Center Agent und Mit-Initiatorin des Programms, ist begeistert: „Das, was wir von den Jugendlichen zurückbekommen, ist großartig. Sie zeigen uns ihre Dankbarkeit in Umarmungen oder Bildern, die sie für uns malen. Das erwärmt mein Herz.“ Dafür fährt sie an ihren freien Samstagen auch gerne 150 Kilometer weit, um die Kinder im Waisenhaus zu besuchen. Der Austausch mit dem Trio der finlit foundation versteht sich von selbst.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) erlaubt es datengetriebenen Unternehmen, aufwendige Prozesse im Handumdrehen zu automatisieren. Um eigene KI-Lösungen zu programmieren, braucht es allerdings mehr als eine gute Idee und das nötige Kleingeld. Die erfolgreiche Umsetzung des Projekts „Eigene KI“ erfordert von Unternehmen primär drei wichtige Eigenschaften.

  • Gibt es auf dem Markt keine passenden KI-Systeme zu kaufen, können Unternehmen selbst welche programmieren.
  • Dafür müssen Unternehmen allerdings ein paar Kriterien erfüllen, weiß Malte Zuch, Lead Data Scientist bei EOS Deutschland.
  • Neben der Datenqualität und einem kompetenten Entwicklerteam kommt es vor allem auf das Mindset an.

„Künstliche Intelligenz birgt ein hohes Potential, ressourcenschonender zu arbeiten – weg von teuren manuellen Prozessen hin zur automatisierten Datenverarbeitung. EOS hat das früh erkannt“, sagt Malte Zuch, leitender Data Scientist bei EOS Deutschland. Für Software „von der Stange“ sei die Branche zu speziell. Die Folge daraus: Sein Team programmiert im unternehmenseigenen Center of Analytics (CoA) erfolgreich eigenen KI-Lösungen für das Inkasso- und Investorengeschäft. Ausschlaggebend dafür seien drei Faktoren: gut ausgebildetes Personal, eine positive Fehlerkultur im Unternehmen und nicht zuletzt Daten, Daten, Daten.

Je besser die Daten, desto besser die KI.
Daten sind das Futter, das die KI nährt. Qualität und Quantität gehen hierbei Hand in Hand: Je mehr Daten und je höher ihre Informationsdichte, desto effektiver kann sie arbeiten und desto schneller entwickelt sie sich weiter. „Der Lernprozess der KI ist vergleichbar mit dem eines Kindes: Ein Kind kann noch so viel lesen – wenn es sich dabei nur um Comics handelt, wird die Lernkurve sehr schnell abflachen“, so Zuch. „Sichtbar wird die Qualität der Daten im Ergebnis der KI. Nehmen wir eine einfache Ja/Nein-Vorhersage bei ausgeglichener Anzahl von ‚Jas‘ und ‚Neins‘. Eine Trefferquote von über 50 Prozent ist schon einmal besser als ein Zufallsgenerator – alles darunter spricht für eine schlechte Datenqualität. Je nach Wunschergebnis kann man versuchen, die Quote durch die Anreicherung der Daten zu verbessern.“

Data Scientists gesucht: Gut ausgebildet ein Muss – Diversität ein Plus.
Neben den Daten braucht es natürlich kluge Köpfe, die sich Systeme überlegen, die diese verarbeiten. Aber wie setzt sich das perfekte Entwicklerteam zusammen? Möglichst divers, wenn es nach Malte Zuch geht: „Im Bereich Data Science geht es häufig um den Blick über den Tellerrand. Je mehr Kulturen und Lebensläufe zusammenkommen, aus desto mehr Blickwinkeln können wir Problemstellungen betrachten. Unser Team setzt sich aus Physikern, Mathematikern, Biogenetikern und natürlich Informatikern zusammen. Sogar einen Vogelbiologen hatten wir mal an Bord, um mehr über das Schwarmverhalten zu erfahren.“ Weitere wichtige Eigenschaften seien eine natürliche Neugier, eine hohe Lernbereitschaft in einer schnelllebigen Branche und natürlich eine gewisse Zahlenaffinität.

Die Suche nach geeignetem Personal ist für Unternehmen jedoch oft nicht einfach: „Künstliche Intelligenz ist noch eine vergleichsweise junge Branche mit derzeit relativ wenigen Fachkräften – der Einstieg gestaltete sich wegen fehlenden Ausbildungsangeboten lange schwierig. Zu meiner Zeit gab es noch keine ernstzunehmende Möglichkeit der Ausbildung.“ Heute sieht das schon anders aus: In den vergangenen Jahren haben viele Universitäten ihr Lehrangebot um Studiengänge mit KI-Bezug erweitert, was auf eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt hoffen lässt.

Das Mindset muss stimmen – vor allem in der Geschäftsführung.
Neben den Daten und dem nötigen Personal, um diese zu verarbeiten, benötigen Unternehmen vor allem eines – eine Vision: „Aus meiner Sicht ist der wichtigste Faktor das richtige Mindset, mit dem man an die Sache herangeht – nicht nur bei den Mitarbeitern, sondern vor allem bei der Geschäftsführung.“ KI-Entwicklung ist in gewisser Weise eine Investition ins Ungewisse. Unternehmen brauchen eine positive Fehlerkultur, um mit möglichen Rückschlägen umgehen zu können, meint auch Malte Zuch: „Nicht jede KI-Lösung bringt auf Anhieb den gewünschten Erfolg. Scheitern gehört praktisch zum Tagesgeschäft dazu. Unternehmen müssen vor allem geduldig sein und den Mut aufbringen zu sagen: ‚Beim nächsten Mal machen wir es besser!‘“ Es gibt schließlich etliche Beispiele dafür, dass sich Geduld auszahlt. Und das Center of Analytics von EOS ist eines davon – bei EOS hat der Einsatz von KI bereits nachweislich zum Unternehmenserfolg beigetragen.

Seit dem 01.01.2020 sind u.a. Inkassounternehmen nicht mehr nach dem Geldwäschegesetz (GwG) verpflichtet. Auch der klassische Kauf von zahlungsgestörten Forderungen unterliegt nicht mehr dem GwG.

Was heißt das in der Praxis?

  • Mandanten und deren wirtschaftliche Berechtigte brauchen sich nicht mehr bei uns zu identifizieren.
  • Lediglich in seltenen Einzelfällen wäre die Identifizierung erforderlich.
  • Mandanten müssen bei der Vertragsvereinbarung weniger Formulare ausfüllen.
  • Das Übersenden der Ausweiskopien an uns entfällt.

Mehr zu der Gesetzesänderung finden Sie hier.

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EOS präsentiert auf den diesjährigen Forderungs- und Risikomanagement Tagen einen Vortrag zum Thema “User Centricity” im Forderungsmanagement”. Treffen Sie uns am 20. März in Berlin, 28. März in München und 11. April in Frankfurt am Main. Wir freuen uns auf interessante Gespräche mit Ihnen!
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Wir befinden uns derzeit in den Planungen für die EOS Akademien 2019. In diesem Jahr finden unterschiedliche Foren der Branche EVU und Versicherungsunternehmen statt. Weitere Infos und Termine auf www.eos-akademie.de

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